Focus
Der Produktions-Pool für Focus-Bilder
FotoWare’s Bildverwaltungs- und Workflowsystem sorgt für eine solide Basis.
Der Burda Magazin Verlag in München setzt für die Produktion des wöchentlich erscheinenden Nachrichtenmagazins Focus umfangreiche Komponenten des Bildworkflow- und Archivierungssystems FotoWare ein. Es deckt mit den Komponenten FotoStation Pro, Index Manager und Color Factory den gesamten Bildproduktionsworkflow und die Archivierung ab. Zeitersparnis und komfortableres Arbeiten schlagen sich vor allem in den Bereichen zentraler Bildeingang, Bildverwaltung, Bildauswahl, Seitengestaltung und Repro nieder.
Harald Neumann, IT-Leiter bei Focus, hatte von Anfang an genaue Vorstellungen vom Arbeitsablauf, der mit den FotoWare-Komponenten abgebildet werden sollte. Er gab zum Teil sogar wichtige Anregungen für die FotoWare-Entwickler, die in die laufenden Software-Updates eingeflossen sind und damit allen FotoWare-Nutzern zur Verfügung stehen.
Die Komponenten
In der Focus-Redaktion sind 30 Lizenzen der Anwendersoftware FotoStation Pro im Einsatz. Hinzu kommen die Server-Anwendungen Index Manager Enterprise für schnelles Suchen und Archivieren, Color Factory für den automatischen Workflow und Connect für die Bildverteilung.
Der Workflow beginnt beim Bildeingang
Digitale Daten von Nachrichtenagenturen, Fotografen, Archiven oder auch von CD-ROMs werden automatisch eingelesen und durch serverseitig durch ColorFactory bearbeitet. Das Programm übernimmt nach vorgegebenen Kriterien zum Beispiel die Zeichensatzkonvertierung sowie die Anpassung der Bilddaten an eine einheitliche Auflösung. Bei der Verarbeitung kennzeichnet ColorFactory alle Bilder als Digital- oder Analogmaterial (eine wichtige Information beispielsweise für ihre Skalierbarkeit). Aufgabe der Bildredakteure ist es, mit Hilfe von FotoStation Pro die Dateien nach IPTC-Standard zu betexten, Bilder themenorientiert auszuwählen und sie in Produktionsordnern zusammenzustellen. Diese Themen-Pools stellt die Bildredaktion dann den Mitarbeitern im Layout für die laufende Produktion zur Verfügung, wobei ihre Auswahl gegebenenfalls durch die Arbeiten der Infografik ergänzt wird.
Layout und Produktion
Die Focus-Layouter browsen mit FotoStation Pro durch ihre Themenordner. Mit ein, zwei Mausklicks sehen sie das gesamte Material, das für die aktuelle Ausgabe oder für ein spezielles Thema zur Verfügung steht. Bilder, die verwendet werden sollen, ziehen sie einfach per Drag & Drop auf die InDesign-Seiten.
Dabei überprüft die FotoWare-Software FotoXStream permanent, ob das gewählte Bild qualitativ für die gewünschte Bildgröße ausreicht, und warnt den Anwender, wenn dies nicht der Fall ist. Derzeit arbeitet die Focus-EDV an einer zukünftigen Konfiguration, mit der auch Textredakteure komfortabel an das System angeschlossen werden können. Via Webbrowser sollen sie über die Intranetlösung FotoWeb gezielt die zur Produktion verwendeten Bilder anschauen und den beschreibenden IPTC-Text lesen können – eine insbesondere beim Texten der Bildunterschriften hilfreiche Option.
Zeitgewinn versus Arbeitslast
Außer Frage steht, dass die digitale Fotografie und Verarbeitung einen deutlichen Zeitgewinn gebracht hat, was die Bereitstellung von Bildern betrifft. "Wir hatten früher, zur Zeit des Films, bis zu fünf Leute, die sich nur mit dem Scannen und Einlesen von Bildern beschäftigt haben. Durch den vollkommen digitalen Workflow mit digital erstellten Bildern haben wir im zentralen Bereich nur noch eine Person, die Bilder nachkontrolliert und überarbeitet", sagt Harald Neumann.
Für Redakteure, die nicht nur schreiben, sondern auch digitale Bilder liefern, bedeutet dies aber auch eine höhere Arbeitsbelastung, da sie ihre Bilder einlesen, sichten, verschlagworten und in die Seite einbauen müssen.
Das Ausfüllen der Dateiinformationen und die Verschlagwortung der Bilder findet bei der Focus an der FotoStation statt. Hier können bestimmte Basisinformationen, wie Fotograf, Ort und ein paar Stichworte, die für alle oder einen bestimmten, entsprechend gekennzeichneten Satz von Bildern gelten, auf einmal ausgefüllt werden. Einzeln müssen dann nur noch Felder ausgefüllt werden, die speziell für das betreffende Bild gelten, wie zum Beispiel die Bildunterschrift. "Das ist effektiv und spart Zeit", betont Neumann.
Das Ergebnis
Mit dem Einsatz von FotoWare bringt das Focus-Team eine klare Linie in den Produktionsprozess aller mit Bildern arbeitenden Bereiche. Das schafft Übersicht, gibt Sicherheit und spart vor allem Zeit, ein Produktionsfaktor, der auch bei Wochenzeitschriften permanent knapp ist. Selbstverständlich sind die Verschlagwortung der Bilder und ihre Ablage genau geregelt. Wiederfinden garantiert. Harald Neumann hebt in diesem Zusammenhang die einfache Konfigurierbarkeit des gesamten FotoWare-Systems hervor: "Wir konnten in nahezu jeder Phase der Einführung des Systems unsere eigenen Ideen für den Workflow definieren. Die Anpassung des Workflows an neue Anforderungen kann durch unsere IT-Abteilung jederzeit selbst eingerichten werden, ohne auf die FotoWare-Experten zugreifen zu müssen."



